Attenhausen

370 Einwohner (Stand: 28.02.2018)

Attenhausen, Kirche St. Otmar

 

Name:

 

Attenhausen selbst ist dem Namen nach die Siedlung eines Ato aus dem Jahre 1130. Frühere Schreibweisen waren auch „Hatenhusen“, „Hatunhausen“ und „Auttenhausen“.

 

Lage:

 

Attenhausen liegt ungefähr 3,5 km nordöstlich von Krumbach im Tal des Haselbaches (Höhe 520 m ü. NN).

 

 

 

Eingemeindung:

 

Am 1. Januar 1977 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Attenhausen im Rahmen der Gebietsreform ein Stadtteil von Krumbach.

 

Geschichte:

 

Attenhausen wird das erste Mal im Jahr 1130 urkundlich erwähnt. Ein Grabhügel im Waldteil Hieber und die Viereckschanze in der Nähe des Weges nach Krumbach bezeugen alte Besiedlungen dieser Gegend. Die Freiherren Wernher & Udalrich, die vermutlich ihren Sitz auf dem nördlich von Attenhausen gelegenen Schlossberg hatten, übereigneten ihr gesamtes Gut Attenhausen mit allem Zubehör dem an das im Jahre 1125 gegründete Kloster Ursberg. Der Hügel selbst, worauf das damalige Schloss der Freiherren gestanden haben soll, wurde in den 60iger Jahren im Zuge der Flurbereinigung abgetragen. Bis zur Säkularisation im Jahre 1803 war das Kloster Ursberg von allen Attenhauser Anwesen Grund- und Landesherr. Im Verlauf des 30jährigen Krieges scheint das ganze Dorf einschließlich der Kirche in Brand gesteckt worden zu sein.

 

Sehenswürdigkeiten:

 

Attenhausen war seit der Zeit um das Jahr 1620 ein bedeutender Wallfahrtsort. Die Wallfahrt begann nachdem der Ursberger Abt Vitus Schönhainz eine Statue des Hl. Otmar in der damaligen Kirche aufstellen ließ. Die heutige Pfarrkirche St.-Otmar wurde im Jahre 1759 von Baumeister Johann Martin Kraemer aus Edelstetten im Stil des Rokoko erbaut. Als das Kloster Ursberg im Jahr 1803 aufgelöst wurde und das Herrschaftsgebiet des Klosters an Bayern fiel, wurde auch Attenhausen bayerisch.

 

Vereinsleben:

 

Musikverein, Freiw.-Feuerwehr, Gartenbauverein, Soldaten- und Kameradschaftsverein und Schützenverein sind Repräsentanten eines regen dörflichen Vereinslebens; sie haben im „Bürgerhaus“ (der im Jahre 1992 renovierten ehemaligen Dorfschule) eine neue Heimstätte gefunden, diese ist der gesellschaftliche Mittelpunkt des Stadtteils.

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